Der Naturbaum ist ein Weihnachtsbaum, der unter besonderer Berücksichtigung der dänischen Natur angebaut wird. Das Konzept kombiniert einen effizienten Anbau mit konkreten Maßnahmen zur Verbesserung des natürlichen Gehalts der Weihnachtsbaumkultur. Die Produzenten von Weihnachtsbäumen, die das Naturbaum-Logo verwenden, arbeiten aktiv an den unten beschriebenen Grundsätzen.
Hecken
Büsche und Bäume sind wirksame Hecken, die Weihnachtsbäume vor Wind, Austrocknung und nächtlichem Frost schützen. Der Effekt ist in der Regel fünf- bis zehnmal über die Heckenhöhe auf der Leeseite und ein- bis zweimal auf der Windseite. Gleichzeitig kann die Hecke das Risiko von Frostschäden bis zur doppelten Baumhöhe verringern.
Windschutzhecken sorgen für eine stabilere und sicherere Produktion und verringern Schäden wie Knospentod, Austrocknen, Windverschleiss, Frühjahrsnachtfrost und Salzschäden. Darüber hinaus gibt Windschutz ein besseres Mikroklima mit höheren Temperaturen, erhöhter Bodenfeuchtigkeit und weniger Verdunstung aus den Nadeln, was zu einem besseren Wachstum und einer schönen, tiefgrünen Farbe des Naturbaums führt.
Hecken mit Büschen und Bäumen bieten Lebensräume für viele Vögel, Tiere und Insekten, einschließlich Nutztiere, die zur Bekämpfung von Schädlingen wie Läuse beitragen.
Laubhecken sind besonders geeignet, da sie robuster sind als Fichtenhecken. Blütenbüsche unterstützen Insekten und Wildbienen, während Beeren später in der Saison sowohl Vögel als auch Insekten ernähren.
Windschutzhecken brechen die gleichartigen Oberflächen und tragen zur Vielfalt und zum natürlichen Inhalt der Landschaft bei. Gleichzeitig erhöhen sie den Wert der Weihnachtsbaumkultur als Lebensraum für Vögel erheblich.
Grüne Wege
Gute, breite und feste Wege sind für eine effiziente Erntesaison von entscheidender Bedeutung. Im Frühjahr sollten die Wege geebnet werden, damit sich die Vegetation etablieren kann und zur Stabilisierung und Entwässerung im Sommer beitragen kann. Bei starkem Verschleiß kann in den Gleisen sinnvollerweise Gras- und Samenmischungen gesät werden.
Grüne Wege mit blühender Vegetation, die erst spät im Jahr geschnitten werden, sind wichtige Lebensräume für Insekten und Wildbienen. Die Wege machen häufig 10 bis 20 % der Fläche aus und stellen daher ein bedeutendes Naturgebiet in einer Weihnachtsbaumplantage dar.
Beim Spätschneiden können Wildblumen Samen anlegen und Bienen und Schmetterlinge ernähren. Gleichzeitig zieht die Variation des Pflanzenlebens nützliche Insekten wie Maikäfer und Schwebfliegen an, die zur natürlichen Schädlingsbekämpfung beitragen.
Kleinwald
In vielen Kulturen gibt es Flächen, die für die Erzeugung von Weihnachtsbäumen nicht geeignet sind, z. B. tief liegende Böden, Hänge oder schmale Keile. Hier bietet ein kleines Waldstück Schutz und verleiht dem Grundstück eine dauerhafte Naturlandschaft mit erhöhtem Erholungswert.
Ein kleinerer Wald (Randeffekte) schafft viele Mikrohabitate, die Pflanzen, Insekten und Tieren gleichermaßen zugutekommen. Gleichzeitig trägt der Wald zur Speicherung von CO₂ (Kohlendioxid) bei.
Unbewirtschaftete Flächen
Flächen, in denen die Erzeugung von Weihnachtsbäumen nicht rentabel ist, könnten sinnvollerweise als unberührte Gebiete eingestuft werden.
Unbewirtschaftete Flächen schaffen fruchtbare Lebensräume mit Raum für eine andere biologische Vielfalt als in der Kultur selbst. Hier können Tiere wie Hasen, Lerchen und Kibitze Nahrung finden und sich in der hohen Vegetation verstecken.
Schutzwürdige Bäume
Die Pflege alter Bäume in Hecken und Grundstückgrenzen trägt zum Windschutz und zum Schutz der Kultur bei, insbesondere vor Frühjahrsnachtfrost.
Alte und geschwächte Bäume sind wichtig für die biologische Vielfalt, da sie als Lebensraum für Pilze, Käfer und viele andere Insekten dienen. Auch tote Bäume sind von großem Wert.
Die Bäume bieten auch Nistmöglichkeiten für Vögel wie Spechte, Meisen, Kleiber, Waldkäuze, Trauerschnäpper und Stare, während Fledermäuse in Rissen und Hohlräumen überwintern können. In der dänischen Landschaft fehlt es allgemein an alten und toten Bäumen.
Haufen von Ästen und Steinen
Haufen von Ästen und Abfallreisig vom Beschneiden und Ausdünnung bieten vielen Tieren, Vögeln und Insekten Verstecke und Überwinterungsplätze.
Steinhaufen, die an Hecken oder auf unbebauten Flächen liegen, werden von der Sonne erhitzt und bieten gute Lebensräume z. B. für Eidechsen, Amphibien und Insekten. Größere Haufen können auch ein Versteck für kleinere Raubtiere wie Hermeline, Iltisse und Wiesel bieten.
Blumenstreifen
Blumenstreifen mit natürlicher Vegetation entlang von Hecken und Grundstückgrenzen ziehen nützliche Insekten wie Bienen, Maikäfer, Schwebfliegen und Florfliegen an. Gleichzeitig verleihen die Streifen einen vielfältigeren und naturnahen Ausdruck in der Landschaft und tragen zu einem besseren Erlebnis der dänischen Weihnachtsbaumproduktion bei.
Weihnachtsbaumproduzenten, die das Logo für den Naturbaum verwenden, achten darauf, diese Merkmale auf ihrem Gelände zu berücksichtigen.
